Trekkingzelt kaufen: Zelttypen, Beschichtung, Wassersäule & Co.

Gott zum Gruße, Trekking-Tourer. Du suchst einen Zeltratgeber? Glückwunsch, du hast ihn gefunden. WANDERZELT.DE ist deine Kaufberatung zum Thema Trekkingzelt. Doch gleich vorab: Das Allroundzelt für quasi jeden Bedarf gibt es nicht. Stattdessen findest du gleich einige sowie vor allem sehr unterschiedliche Zelttypen. Diese bieten dir jeweils ihre ganz eigenen Vorteile, aber auch Nachteile.

Welches Trekkingzelt ist also das richtige für dich? Das finden wir anhand deiner Bedürfnisse heraus. Also? Brauchst du viel Platz? Ist dir Komfort wichtig? Soll dein neues Wanderzelt extrem leicht sein? Und vor allem: Wie teuer? Du glaubt, das sind die wichtigsten Fragen? Dann hast du leider einiges vergessen. Zum Beispiel Material, Beschichtung, Zeltgestänge, Heringe, Belüftung, Wassersäule. Warum das alles so wichtig ist? Das erfährst du hier und jetzt…

1. Wanderzelte für Sommer, 3-Jahreszeiten, Winter

1.1 2-Seasons-Zelt: Wanderzelte für den Sommer

Zuerst einmal ist wichtig, WANN du auf Trekkingtour gehen willst? Ausschließlich im Sommer bei bestem Wetter? Dann reicht dir das sogenannte 2-Seasons-Zelt, das Zelt für den Sommer. Das Ideal des 2-Seasons-Zelt ist…

  • ein Außenzelt, das nicht bis auf den Boden reicht und so die Belüftung verbessert.
  • ausreichend Belüftungsmöglichkeiten.
  • ein freistehendes, somit einzeln aufstellbares Innenzelt (samt Gestänge), bei dem das Außenzelt nur bei Bedarf als Wetterschutz dient.
  • eine großflächige Moskito-Gaze für das Innenzelt.
  • Baumwolle oder ein Baumwoll-Mischgewebe, womit selbst bei Hitze ein angenehmes Raumklima herrscht. Manko: Baumwolle ist schwer.

1.2 3-Seasons-Zelt: Trekkingzelte für Frühling, Sommer, Herbst

Das 3-Seasons-Zelt ist dagegen für den Einsatz vom Frühling bis Herbst gedacht. Also für die drei „schönen“ Jahreszeiten. Entsprechend bietet das 3-Seasons-Zelt Komfort, eine gute Lüftung und dennoch Schutz vor frischen Temperaturen im Herbst. Wichtig sind daher…

  • ein Außenzelt, das möglichst bis ganz nach unten reicht.
  • dass Innen- und Außenzelt getrennt aufstellbar oder gepaart sind..
  • ausreichende und bei Bedarf verschließbare Belüftungen am Außenzelt.
  • ein Innenzelt mit Moskito-Gaze, das bei Kälte verschließbar ist und so die Wärme im Zelt hält bzw. geöffnet Hitze ablässt.
  • eine große Apsis für das Gepäck.
2 Seasons Zelt
3 Seasons Zelt
4 Seasons Zelt
Nemo Galaxi (2 Pers.)
Vaude Zelt Taurus UL (2 Pers.)
Wechsel Tents Precursor (4 Pers.)
Nemo Galaxi 2P Backpacking-Zelt und Fußabdruck, Equipment Inc, Birch Leaf Green, Birch Leaf Green
VAUDE Zelt Taurus UL 2P, green, sehr leichtes Zelt für Bergsteiger
Wechsel Tents Precursor 4 Personen Geodät - Unlimited Line - Winter Expeditions Zelt
für Sommer & warme Regionen
geeignet von Frühling bis Herbst
für Winter, kalte Regionen, Gebirge
Preis nicht verfügbar
375,50 EUR
399,90 EUR
2 Seasons Zelt
Nemo Galaxi (2 Pers.)
Nemo Galaxi 2P Backpacking-Zelt und Fußabdruck, Equipment Inc, Birch Leaf Green, Birch Leaf Green
für Sommer & warme Regionen
Preis nicht verfügbar
3 Seasons Zelt
Vaude Zelt Taurus UL (2 Pers.)
VAUDE Zelt Taurus UL 2P, green, sehr leichtes Zelt für Bergsteiger
geeignet von Frühling bis Herbst
375,50 EUR
4 Seasons Zelt
Wechsel Tents Precursor (4 Pers.)
Wechsel Tents Precursor 4 Personen Geodät - Unlimited Line - Winter Expeditions Zelt
für Winter, kalte Regionen, Gebirge
399,90 EUR

1.3 4-/5-Seasons-Zelt: Das Wanderzelt für den Winter

Das 4- bzw. 5-Seasons-Zelt ist das Zelt für den Winter. „Winterzelte“ haben…

  • ein bis auf den Boden reichendes Unterzelt.
  • ein stabiles Zeltgestänge für Schneelasten.
  • viele Abspannmöglichkeiten gegen Wind und Wetter.
  • ein gepaartes Außen- und Innenzelt und somit „in einem“ aufbaubar (Gestänge am Außenzelt).
  • eine meist niedrige Bauweise, die das Zelt windstabiler macht.
  • verschließbare Belüftungen, um Schnee draußen zu halten und die Isolation zu verbessern.
  • ein Innenzelt, um die Wärme drinnen zu halten.
  • eine große Apsis für das Gepäck.
  • mehrere Eingänge.
Wichtig bei Winterzelten ist ein einfacher und damit schneller Aufbau, selbst (und vor allem) mit Handschuhen.

2. Zelttypen: Kuppelzelt, Tunnelzelt, Geodät

In der Regel bist du mit einem 3-Seasons-Zelt gut beraten. Heikler sind die Zelttypen.

  1. Einbogenzelt
  2. Tunnelzelt
  3. Kuppelzelt
  4. Geodätzelt
  5. Tarpzelt
  6. Firstzelt
  7. Baumwollzelt
  8. Popupzelt (Wurfzelt)
  9. Pyramidenzelt

Beim Trekking sind allerdings nur Einbogen-, Tunnel- und Kuppelzelt, Geodät oder Tarp interessant. Firstzelt, Baumwollzelt und Pyramidenzelt sind eher etwas bei einer Anfahrt mit dem Auto, das Popupzelt ist in der Regel zu sperrig.

2.1 Einbogenzelt
Das Einbogenzelt ist eine Art Strandmuschel, allerdings geschlossen. Die Konstruktion besteht aus einem Bogen, womit das Einbogenzelt eine Form des Tunnelzelts stellt.

Vorteile Einbogenzelt
+ sehr leicht
+ einfach
+ Apsis mit genug Platz
Nachteile Einbogenzelt
– nicht freistehend
– wenig Grundfläche
 

2.2 Tunnelzelt
Das Tunnelzelt weist zwei (oder mehr) Bögen auf, die parallel zueinander stehen. Entsprechend musst du dieses Trekkingzelt gut abspannen, um vor Wind geschützt zu sein.

Vorteile Tunnelzelt
+ beste Raumnutzung
+ relativ leicht
+ schnell aufzubauen
+ windstabil in Windrichtung
Nachteile Tunnelzelt
– nicht freistehend
– großer Platzbedarf
– schlechte Belüftung
– nicht windstabil bei drehendem Wind
Einbogenzelt
Tunnelzelt
Kuppelzelt
Grand Canyon Cardova 1 (1 Pers.)
Vaude Zelt Arco (2 Pers.)
Coleman Darwin (2 Pers.)
Grand Canyon Cardova 1 - leichtes Zelt, 1 - 2 Personen, für Trekking, Camping, Outdoor, Festival mit kleinem Packmaß, einfacher Aufbau, Wasserdicht, olive/schwarz, 302009
Vaude Zelt Arco 2 Personen Tunnelzelt, chute green, WS=3.000 mm
Coleman Darwin 2 Zelt, 2 Personen, wasserdicht WS 3.000 mm
wenig Gewicht, einfach aufbaubar
beste Raumnutzung, schneller Aufbau
wenig Platzbedarf, gute Belüftung
nicht freistehend, kleine Grundfläche
nicht freistehend, schlechte Belüftung
schlechte Raumnutzung, schwer
84,95 EUR
Preis nicht verfügbar
79,99 EUR
Einbogenzelt
Grand Canyon Cardova 1 (1 Pers.)
Grand Canyon Cardova 1 - leichtes Zelt, 1 - 2 Personen, für Trekking, Camping, Outdoor, Festival mit kleinem Packmaß, einfacher Aufbau, Wasserdicht, olive/schwarz, 302009
wenig Gewicht, einfach aufbaubar
nicht freistehend, kleine Grundfläche
84,95 EUR
Tunnelzelt
Vaude Zelt Arco (2 Pers.)
Vaude Zelt Arco 2 Personen Tunnelzelt, chute green, WS=3.000 mm
beste Raumnutzung, schneller Aufbau
nicht freistehend, schlechte Belüftung
Preis nicht verfügbar
Kuppelzelt
Coleman Darwin (2 Pers.)
Coleman Darwin 2 Zelt, 2 Personen, wasserdicht WS 3.000 mm
wenig Platzbedarf, gute Belüftung
schlechte Raumnutzung, schwer
79,99 EUR

2.3 Kuppelzelt
Auch das Kuppelzelt setzt auf zwei Gestängebögen, allerdings über Kreuz (Kreuzkuppel). Das Gestänge ist meist am Innenzelt angebracht.

Vorteile Kuppelzelt
– meist freistehend
– geringer Platzbedarf
– gute Belüftung
Nachteile Kuppelzelt
– mitunter windanfällig
– schlechte Raumnutzung
– relativ schwer

2.4 Geodätzelt
Das Geodät ist ein Kuppelzelt mit mehreren Kreuzbögen, womit die Konstruktion deutlich windstabiler ist.

Vorteile Geodätzelt
+ freistehend
+ geringer Platzbedarf
+ sehr windstabil
+ hohe Schneelasten
Nachteile Geodätzelt
– schlechte Raumnutzung
– viel Material (Gestänge)
– entsprechend schwer
 

2.5 Tarpzelt
Zuletzt das Tarpzelt, Tarpaulin oder einfach Tarp, das lediglich eine Zeltplane (Dach) ist.

Vorteile Tarpzelt
+ sehr leicht
+ kein Gestänge
+ kleines Packmaß
+ sehr günstig
+ Frischluft
Nachteile Tarpzelt
– kein Rundumschutz
– kein Insektenschutz
– aufwändiger Aufbau
– nicht freistehend
– Unterlage nötig

3. Wanderzelt: Baumwolle, Polyester, Nylon?

Nicht minder interessant bei deinem neuen Trekkingzelt sind Material und Beschichtung.

3.1 Trekkingzelte aus Baumwolle

Sie klingt nach Opas Zeiten, ist aber immer noch in Mode: Baumwolle bzw. Baumwollmischgewebe (Polycotton). Die gute alte Baumwolle bietet interessante Vorteile wie eine angenehme Kühle im Sommer oder eine Speicherung der Wärme im Winter. Nachteil: Baumwolle macht dein Trekkingzelt schwer und braucht lange zum trocknen.

Vorteile Baumwolle
+ atmungsaktiv (angenehmes Klima)
+ sehr reißfest
+ hoher UV-Schutz
Nachteile Baumwolle
– schwer
– trocknet nur langsam
– teuer

3.2 Wanderzelt aus Polyester

Moderner und eher die Norm ist Polyester. Die Kunstfaser glänzt mit etlichen Pluspunkten: Beispielsweise ist die Faser reiß- und scheuerfest, quasi unverrottbar und sehr wasserdicht. Auf der anderen Seite ist Polyester anfällig für Hitze, weswegen solche Wanderzelte im Sommer schnell zur Sauna mutieren.

Vorteile Polyester
+ reiß- & scheuerfest
+ hohe Wassersäule & schnell trocken
+ leicht & günstig
Nachteile Polyester
– schlechtes Raumklima im Sommer
– Windgeräusche
– schlechterer UV-Schutz

3.3 Trekkingzelte aus Nylon bzw. Ripstop-Nylon

Eine weitere moderne Idee ist Nylon. Vorteile zeigt dieses Material mit extrem wenig Gewicht sowie seiner hohen Reiß- und Scheuerfestigkeit. Entsprechend gilt ein Trekkingzelt aus Nylon als extrem langlebig. Außerdem gewährt dir Nylon einen besseren UV-Schutz als Polyester. Minuspunkte: Nylon dehnt sich bei Nässe, womit du dein Wanderzelt eventuell nachspannen musst. Davon ab ist Nylon alles andere als billig.

Vorteile Nylon
+ sehr reiß- & scheuerfest
+ sehr langlebig
+ extrem leicht (60 – 70 g/m²)
+ sehr guter UV-Schutz
Nachteile Nylon
– dehnt sich bei Nässe
– evtl. Nachspannen nötig
– sehr teuer
 
Tipp: Ripstop-Nylon reduziert die Nässedehnung durch stärkere Schuss- und Kettfäden.

Fazit: Baumwolle und Nylon sind nicht die beste Idee bei Touren im Regen, Polyester wiederum keine gute Wahl in einem Hitze-Sommer wie 2018. Dennoch ist Polyester für ein Trekkingzelt wohl der beste Kompromiss.

Wanderzelt aus Polyester
Trekkingzelt aus Nylon
Lavuu aus Baumwolle
Coleman Darwin (2 Pers.)
GEERTOP 2 Personen
3 M Bell Zelt
Coleman Darwin 2 Zelt, 2 Personen, wasserdicht WS 3.000 mm
GEERTOP 2-3 Personen Zelt 3 Saison wasserdichte Backpacking Zelt Ultraleicht Campingzelt Kuppelzelt für Outdoor & Camping Wandern Klettern Bergsteigen - Einfache Einrichtung
3 M Bell Zelt mit Reißverschluss in Bodenplane. 100% Baumwolle. Bell Zelt für Paare, Festivals oder Freunde. Bell Zelt für Camping. Bell Zelt für den Garten. Hervorragende Wert.
leicht, günstig, hohe Wassersäule
sehr leicht, langlebig, hoher UV-Schutz
gutes Klima, hoher UV-Schutz, reißfest
schlechtes Klima & UV-Schutz
dehnt sich bei Nässe, sehr teuer
schwer, teuer, trocknet nur langsam
79,99 EUR
115,49 EUR
354,26 EUR
Wanderzelt aus Polyester
Coleman Darwin (2 Pers.)
Coleman Darwin 2 Zelt, 2 Personen, wasserdicht WS 3.000 mm
leicht, günstig, hohe Wassersäule
schlechtes Klima & UV-Schutz
79,99 EUR
Trekkingzelt aus Nylon
GEERTOP 2 Personen
GEERTOP 2-3 Personen Zelt 3 Saison wasserdichte Backpacking Zelt Ultraleicht Campingzelt Kuppelzelt für Outdoor & Camping Wandern Klettern Bergsteigen - Einfache Einrichtung
sehr leicht, langlebig, hoher UV-Schutz
dehnt sich bei Nässe, sehr teuer
115,49 EUR
Lavuu aus Baumwolle
3 M Bell Zelt
3 M Bell Zelt mit Reißverschluss in Bodenplane. 100% Baumwolle. Bell Zelt für Paare, Festivals oder Freunde. Bell Zelt für Camping. Bell Zelt für den Garten. Hervorragende Wert.
gutes Klima, hoher UV-Schutz, reißfest
schwer, teuer, trocknet nur langsam
354,26 EUR

4. Die Beschichtungen von Trekkingzelten

Die Beschichtung deines neuen Trekkingzelts ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Aktuell sind zwei Optionen die Norm. Erstens die PU-Beschichtung, was für Polyurethan steht. Zweitens die SI-Beschichtung, was wieder für Silikon steht.

4.1 Trekkingzelt mit Zeltbeschichtung aus Polyurethan (PU)

Eine Beschichtung aus PU oder eben Polyurethan gilt als hochwertig und flexibel und verspricht außerdem eine hohe Dichte. Daher ist PU auch für den Zeltboden geeignet. Mehr noch: PU erlaubt eine Nahtverklebung, weswegen das Mittel vor allem beim Außenzelt Verwendung findet. Aufgetragen wird Polyurethan übrigens innen.

Vorteile Polyurethan
– günstig
– Nahtverklebung
Nachteile Polyurethan
– mehr Gewicht
– weniger UV-Schutz

4.2 Wanderzelt mit Zeltbeschichtung aus Silikon (SI)

Silikon ist ebenfalls hochwertig, obendrein elastisch und langlebig. Dazu erhöht eine Beschichtung via Silikon die Reißfestigkeit und den UV-Schutz. Weil Silikon anders als PU meist von beiden Seiten auf das Material aufgebracht wird. Dennoch ist eine SI-Beschichtung leichter als eine PU-Beschichtung. Das Aber folgt prompt: SI macht dein neues Trekkingzelt teurer. Außerdem erlaubt Silikon keine Nahtverklebung, weswegen du Nähte mit einem Nahtdichter behandeln musst.

Vorteile Silikon
+ leicht
+ hoher UV-Schutz
+ hohe Reißfestigkeit
Nachteile Silikon
– keine Nahtverklebung möglich
– Kostentreiber Wassersäule
– teuer

4.3 Zeltbeschichtung für Baumwollzelte

Baumwollzelte sind übrigens in der Regel nicht beschichtet, sondern ggf. imprägniert. Weil Baumwolle bei Nässe quillt und somit von selbst wasserdicht wird. Ein Trekkingzelt aus Polyester, Nylon oder Baumwollmischgewebe (Polycotton) muss dagegen beschichtet sein, sonst wäre dieses eben nicht wasserdicht.

5. Zeltratgeber: Zeltgestänge aus Fiberglas, Alu, Carbon

Weiter geht es mit dem Gestänge. Du ahnst es: Wieder gibt es verschiedene Optionen mit ganz eigenen Vor- sowie Nachteilen. Von billig bis teuer, von leicht bis schwer, von stabil bis weniger stabil.

5.1 Zeltgestänge aus Stahl
ist sehr stabil, aber auch sehr schwer. Bei Wanderzelten kommt Stahl daher eher selten zum Einsatz.

Vorteile Stahl-Zeltgestänge
+ unzerstörbar
+ günstig
Nachteile Stahl-Zeltgestänge
– schwer
– lange Aufbauzeit

5.2 Zeltgestänge aus Fiberglas
Fiberglas (Glasfaser), also GFK bzw. glasfaserverstärkter Kunststoff, ist deutlich leichter und billiger. Daher ist ein Gestänge aus Fiberglas vor allem bei Einsteigerzelten die Norm. Das Aber folgt prompt: Fiberglas ist weniger stabil und neigt zum splittern, Verletzungen drohen.

Vorteile Fiberglas-Zeltgestänge
+ günstig
+ leicht
Nachteile Fiberglas-Zeltgestänge
– weniger stabil
– Splittergefahr
Trekkingzelt mit Gestänge aus Fiberglas
Wanderzelt mit Gestänge aus Alu
Trekkingzelt mit Gestänge aus Carbon
High Peak Kite (2 Pers.)
Marmot Vapor 2P (2 Pers.)
MSR Carbon Reflex 1 (1 Pers.)
High Peak Kite 2 Zelt, Pesto/Rot, One Size
Marmot Vapor Zelt für 2 Personen, Shadow/Moss
MSR Carbon Reflex 1 - Modell 2019
leicht & billig
leicht, stabil, langlebig
extrem leicht & stabil
wenig stabil, Splittergefahr
teurer als Fieberglas
sehr teuer, nicht flexibel
79,95 EUR
Preis nicht verfügbar
425,45 EUR
Trekkingzelt mit Gestänge aus Fiberglas
High Peak Kite (2 Pers.)
High Peak Kite 2 Zelt, Pesto/Rot, One Size
leicht & billig
wenig stabil, Splittergefahr
79,95 EUR
Wanderzelt mit Gestänge aus Alu
Marmot Vapor 2P (2 Pers.)
Marmot Vapor Zelt für 2 Personen, Shadow/Moss
leicht, stabil, langlebig
teurer als Fieberglas
Preis nicht verfügbar
Trekkingzelt mit Gestänge aus Carbon
MSR Carbon Reflex 1 (1 Pers.)
MSR Carbon Reflex 1 - Modell 2019
extrem leicht & stabil
sehr teuer, nicht flexibel
425,45 EUR

5.3 Zeltgestänge aus Aluminium
Besser, aber teurer, ist ein Gestänge aus Aluminium. Vorteil: Das Material ist leicht, dennoch steifer und stabiler als Fiberglas. Davon ab bricht Aluminium nicht, sondern knickt. Wichtig: Bei Alu lohnt ein Blick auf die Qualität, sprich Elastizität und Wärmebehandlung. Gute Produkte erkennst du am Label „Featherlite“, was dein neues Trekkingzelt aber teurer macht.

Vorteile Aluminium-Zeltgestänge
+ stabil & langlebig
+ leicht & flexibel
Nachteile Aluminium-Zeltgestänge
– teuer
 

5.4 Zeltgestänge aus Carbon
Carbon kennst du vielleicht aus dem Motorsport, ist aber längst auch bei Zeltgestängen in Mode. Vorteile sind das geringe Gewicht und die extreme Stabilität. Manko ist hingegen der (hohe) Preis.

Vorteile Carbon-Zeltgestänge
+ sehr leicht
+ sehr stabil
Nachteile Carbon-Zeltgestänge
– sehr teuer
– nicht flexibel

5.5 Zeltgestänge: Alternative Luftkammern
Wobei Carbon quasi schon ein alter Hut ist. Der neueste Trend: Luftkammern. Statt einem Gestänge pumpst du ein solches Trekkingzelt mit einer Luftpumpe auf. Schneller geht der Zeltaufbau kaum. Nachteil: Luftkammern sind noch teurer als Carbon.

Vorteile Luftkammer-Konstruktion
+ schneller Aufbau
+ leichte Reparatur
Nachteile Luftkammer-Konstruktion
– extrem teuer
 

6. Kaufberatung Zelt: Heringe, Zeltnägel, Grundanker

Weiter geht es mit den Heringen. Auch hier findest du zig Ideen, die sich je nach Material und Einsatz deutlich unterscheiden. Bei manchen Zelttypen (siehe Punkt 2) kommst du mitunter sogar ohne Heringe aus. Bei anderen wie Tunnelzelt oder Tarp geht es ohne Heringe aber nicht. Sind diese nötig, ist dein Zelt in der Regel mit Universal-Heringen versehen. Je nach Boden lohnen jedoch spezielle Heringe. Davon ab können dir Heringe aus bestimmten Material – erhältlich sind Stahl, Aluminium, Titan oder Kunststoff – Gewicht sparen und eine längere Haltbarkeit garantieren.

Die typische Form der Heringe – oder auch Häringe – wäre rund bzw. in einem X-, Y- oder V-Profil. Letztere garantieren deinem Trekkingzelt mehr Halt und sind meist stabiler. Spezielle Häringe bieten dir wie gesagt sogar auf „Problemböden“ den nötigen Halt. Spätestens bei Wind (und entsprechend „Zug“ am Hering) wirst du die passenden Heringe zu schätzen wissen. Welche Häringe es gibt? Diese…

  • Sandheringe
    sind länger und breiter und eignen sich (neben Sand) auch für lockeren Schnee.
  • Snowfish
    ist wie der Name schon andeutet für Schnee gedacht und mit einem breiten U-Profil versehen. Löcher im Material lassen Schnee und Eis „eindringen“, womit der Snowfish mehr Halt bekommt.
  • Zeltnägel
    oder Rockpins sind schmal, aber stabil und im Fazit tatsächlich Nägel. Diese schlägst du mit einem Zelthammer (oder einem Stein) in Spalten oder Löcher.
  • Grundanker
    sind ebenfalls lang und obendrein mit einem Schraubengewinde gepimpt. So kannst diesen Hering regelrecht in untere (= festere) Bodenschichten schrauben. Der Grundanker ist vor allem für große Zelte sowie Tarps auf lockeren Böden wie Sand oder für Wiesen gedacht.
Sandheringe
Zeltnägel
Snowfish
für Sand, Strand, lockere Böden
geeignet für Fels & harte Böden
für Schnee, Sand, weiche Böden
Titan Heringe, ZY Hiker Zeltheringe Zeltnagel Sandheringe mit Bändchen und Aufbewahrungsbeutel, Titan Metal V-Profil-Hering 16cm Erdanker, Zeltpflock, Erdnagel, 6 Stücke
ToCi Felsbodenheringe 23 cm Stahl verzinkt | Zelthering Zeltnagel Erdnagel Felsnagel für harte und steinige Böden | Heringe Set: 24 Stück
TRIWONDER 6X Schnee und Sand Zelt Stakes Pegs - Aluminium U-förmige Zelt Heringe Zelt Nails Leicht für Camping Wandern Backpacking (Rot - U-förmig - 12,2 Zoll)
Titan, V-Profil
Stahl, Nagelform
Alu, U-Profil
16,99 EUR
21,90 EUR
16,99 EUR
Sandheringe
für Sand, Strand, lockere Böden
Titan Heringe, ZY Hiker Zeltheringe Zeltnagel Sandheringe mit Bändchen und Aufbewahrungsbeutel, Titan Metal V-Profil-Hering 16cm Erdanker, Zeltpflock, Erdnagel, 6 Stücke
Titan, V-Profil
16,99 EUR
Zeltnägel
geeignet für Fels & harte Böden
ToCi Felsbodenheringe 23 cm Stahl verzinkt | Zelthering Zeltnagel Erdnagel Felsnagel für harte und steinige Böden | Heringe Set: 24 Stück
Stahl, Nagelform
21,90 EUR
Snowfish
für Schnee, Sand, weiche Böden
TRIWONDER 6X Schnee und Sand Zelt Stakes Pegs - Aluminium U-förmige Zelt Heringe Zelt Nails Leicht für Camping Wandern Backpacking (Rot - U-förmig - 12,2 Zoll)
Alu, U-Profil
16,99 EUR

7. Belüftung: Frischluft und Kondenswasser

Ebenfalls eine wichtige Frage ist die der Belüftung. Zugegeben: An Frischluftmangel ist im Trekkingzelt noch keiner gestorben. Dennoch ist eine gute Belüftung ein Muss. Weil diese Kondenswasser reduziert. Denk’ bloß nicht, dass du Kondenswasser verhindern kannst. Geht nicht. Reduzieren ja, komplett verhindern nein.

Kondenswasser im Zelt kann mehrere Liter Wasser ausmachen!

Mit einer guten Belüftung kannst du das Problem jedenfalls eindämmen. Wobei es auch auf das Material deines Trekkingzelts ankommt. Baumwollzelte sind zum Beispiel im trockenen Zustand herrlich luftdurchlässig. Bei Nässe geht diese Atmungsaktivität jedoch ganz schnell flöten. Zelte mit einer Beschichtung aus Polyester oder Nylon sind hingegen quasi luftdicht. Zumindest, wenn das Außenzelt bis zum Boden reicht und sämtliche Eingänge und die Apsis dicht sind. Beides hat Vor-, aber auch Nachteile.

Fakt ist: Mit einer guten Belüftung kannst du Feuchtigkeit aus dem Zelt nach draußen leiten. Ausnahme: Es ist draußen noch feuchter oder gar nass. Feuchtigkeit setzt sich jedenfalls generell an den Wänden und dem Dach deines Zelts ab. Schön ist das nicht. Weil Feuchtigkeit erstens das Raumklima klamm macht. Zweitens können sich Stockflecken in den Textilien bilden. Drittens kann es sogar tropfen.

Wie entsteht Kondenswasser?
– Temperaturunterschied draußen/drinnen
– warme und feuchte Luft
– Körperwärme & Atemluft
– feuchte oder gar nasse Kleidung
– Gras (Lagerplatz auf Rasen)
Kondenswasser reduzieren
– Zelt immer gut belüften
– bei Wärme: Zelt am Tag schließen
– nasse Sachen draußen lassen
– nicht im Zelt kochen
– kein Gas- oder Ölofen nutzen

Fazit: Eine gute Belüftung heißt weniger Kondensation. Achte also auf zusätzliche Belüftungen. Als ideal gilt eine Querbelüftung, bei welcher die Luft im Trekkingzelt zirkulieren kann.

Lesetipp 1: Infos zur Zeltbelüftung!
Lesetipp 2: Kondenswasser im Zelt!

8. Wassersäule: Wie wasserdicht ist ein Trekkingzelt?

Wasser ist im Wanderzelt überhaupt ein Thema. Sicher hast du schon mal von der „Wassersäule“ gehört. Die Wassersäule ist quasi die Maßeinheit, wie wasserdicht ein Trekkingzelt ist. Konkret verrät dir die Wassersäule (bzw. Keyfeaturesigkeit) in Millimeter, wie viel Wasser dein Zelt aushält. Und zwar ohne, dass es durchtropft. Doch ab welchem Wert sind Trekkingzelte nun wasserdicht? Das sagt dir diese Skala…

  • 1.500 mm Wassersäule
    Ab diesem Wert gelten Wanderzelte als wasserdicht. Tatsächlich reichen in Deutschland sogar schon 1.300 mm, um ein Trekkingzelt als wasserdicht zu preisen. Das Aber folgt prompt: Bei Dauerregen treffen mitunter mehr als 1.500 mm auf dein Zelt. Es ist also möglich, dass es (irgendwann) doch durchtropft. Für den Sommer oder südliche Länder reichen 1.500 mm jedoch aus.
  • 2.000 mm Wassersäule
    Logo, 2.000 mm sind mehr als 1.500 mm. Also besser. Spitze sind 2.000 mm aber längst noch nicht. Daher lohnt es, auf längeren Touren Imprägnierspray zum Nachbessern dabei zu haben. Trekkingzelte mit 2.000 mm Wassersäule sind jedenfalls brauchbar für Touren in Mitteleuropa. Aber nicht unbedingt für den hohen Norden (Skandinavien).
  • 3.000 mm Wassersäule
    Wanderzelte mit 3.000 mm taugen schließlich für längere Touren. Ab hier bist du eigentlich auf der sicheren Seite.
  • 5.000 mm Wassersäule
    5.000 mm und mehr sind dann quasi Premium – auch im Preis. Solche Wanderzelte taugen selbst für Extremtouren sowie nasse Gegenden.
2.000 mm Wassersäule
3.000 mm Wassersäule
5.000 mm Wassersäule
Grand Canyon Richmond 1 (1 Pers.)
Narveik Igluzelt Tellta (2 Pers.)
outdoorer Trek it Easy 2 (2 Pers.)
Grand Canyon Richmond 1 - leichtes Zelt, 1 Person, für Trekking, Camping, Outdoor, Festival, kleines Packmaß, Wasserdicht, olive/schwarz, 302008
Tellta 2 Personen Zelt Iglu Campingzelt Zelt 1,9 Kg 3000mm Wassersäule
outdoorer Trekkingzelt für 1-2 Personen, Zelt Trek It Easy 2, grün, leicht, geringes Packmaß, leichtes Alu-Gestänge mit Schnellaufbau Funktion
für Mitteleuropa & Festivals
geeignet für längere Touren
für nasse Regionen & Expeditionen
64,95 EUR
49,95 EUR
89,95 EUR
2.000 mm Wassersäule
Grand Canyon Richmond 1 (1 Pers.)
Grand Canyon Richmond 1 - leichtes Zelt, 1 Person, für Trekking, Camping, Outdoor, Festival, kleines Packmaß, Wasserdicht, olive/schwarz, 302008
für Mitteleuropa & Festivals
64,95 EUR
3.000 mm Wassersäule
Narveik Igluzelt Tellta (2 Pers.)
Tellta 2 Personen Zelt Iglu Campingzelt Zelt 1,9 Kg 3000mm Wassersäule
geeignet für längere Touren
49,95 EUR
5.000 mm Wassersäule
outdoorer Trek it Easy 2 (2 Pers.)
outdoorer Trekkingzelt für 1-2 Personen, Zelt Trek It Easy 2, grün, leicht, geringes Packmaß, leichtes Alu-Gestänge mit Schnellaufbau Funktion
für nasse Regionen & Expeditionen
89,95 EUR
Tipp: Die Wassersäule hängt von der Beschichtung deines Zelts ab. Eine gute Zeltpflege hält dein Wanderzelt also auf lange Zeit wasserdicht. Davon ab solltest du von Zeit zu Zeit dein Zelt imprägnieren.
9. Wanderzelt: Packmaß, Gewicht, Platz, Apsis…

Der letzte Punkt bzw. vielmehr Punkte sind auf Tour eigentlich die wichtigsten. Und zwar Packmaß, Gewicht, Platz. Bist du allein unterwegs, ist ein 1-Mann-Zelt die erste Option. So sparst du Gewicht und Platz (Packmaß) in deinem Rucksack. Ein 2-Mann-Zelt ist geräumiger, heißt aber mehr Gewicht und ein größeres Packmaß. Logisch, oder?

Mehr Platz und Komfort im Wanderzelt heißt mehr Gewicht und ein größeres Packmaß!

Beim Gewicht kannst du bei einem Trekkingzelt übrigens pro Person mit 1,0 bis 2,0 kg rechnen. Ein Zwei-Mann-Zelt geht schon in Richtung 2,0 bzw. 3,0 kg. Trekkingzelte unter 1,0 kg gelten dagegen als Ultraleichtzelte. Diese kommen nur auf 500 bis 800 g, kosten allerdings ein paar Euro mehr. Für längere Touren ist das Geld aber gut investiert.

Beim Packmaß sind um die 35, 40 cm Länge „normal“. Außerdem um die 15 cm in der Breite. Für ein Ein-Mann-Zelt, versteht sich. Für ein Zwei-Mann-Zelt musst du natürlich ein größeres Packmaß einplanen, womit dir im Rucksack Platz für andere Ausrüstung fehlt. Typische Extras bedeuten ebenfalls mehr Gewicht. Ein zweiter Eingang heißt ein zweiter Reißverschluss, mehr Taschen mehr Stoff. Jedes Stück Komfort heißt mehr Gewicht. Gleiches gilt für die Apsis. Der Stauraum für Gepäck eignet sich prima als Kochstelle bei schlechtem Wetter und dient zudem als Eingang. Aber: Je größer die Apsis, desto mehr Gewicht. So manche Trekkingzelt hat mehrere Apsiden und damit mehrere Eingänge und Stauräume. Vorteil: Du kannst dein Wanderzelt bei Bedarf auf der wettergeschützten Seite betreten bzw. verlassen und dein Gepäck besser ordnen. Nachteil: mehr Gewicht.

Achtung: Koche im Zelt niemals bei geschlossener Apsis. Die Hitze schädigt die Beschichtung deines Zelts. Davon ab kann sich CO2 und Kondenswasser bilden. Außerdem droht Brandgefahr!

Noch mehr Infos zu den einzelnen Themen findest du auf unseren Unterseiten.

Viel Spaß auf deiner Trekking-Tour!

Hinweis Amazon: Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten / letzte Aktualisierung: 14.12.2019 / Achtung: Der Preis kann mittlerweile gestiegen sein, es gilt der tatsächliche Preis auf der Amazon-Webseite zum Zeitpunkt des Kaufs / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API