Kuppelzelt: Vorteile, Nachteile und Tipps zum Igluzelt

Das Kuppelzelt oder auch Igluzelt stellt das beliebteste, weil meistgekaufte Zelt unter den Wanderzelten. Das kommt natürlich nicht von ungefähr: Das Kuppelzelt punktet vor allem mit seiner einfachen Konstruktion und einem entsprechend flotten Aufbau.

Doch klären wir zuerst einmal die Frage, was ein Kuppelzelt ist. Die Konstruktion besteht in der Regel aus zwei Gestängebögen, die sich mittig kreuzen. Entsprechend schaut das Zelt wie eine Kuppel oder ein Iglu aus, woher der Name stammt. An den Zeltstangen ist zudem schon das Innenzelt aufgehängt. Das Außenzelt brauchst du quasi nur noch drüber zu werfen, fertig.

Igluzelt: Die Vorteile von Kuppelzelten

Die einfache Konstruktion des Igluzelts ist übrigens sein größter Vorteil. Allerdings nicht der einzige, es gibt noch ein paar mehr.

  1. Preis
    Die einfache Konstruktion macht das Igluzelt vor allem eines: günstig. Tatsächlich sind Kuppelzelte in der Regel deutlich preiswerter als das Geodät oder das Tunnelzelt.
  2. Gewicht
    Zumal die einfache Konstruktion das Gewicht gering hält.
  3. Platzbedarf
    Davon ab ist das Igluzelt freistehend. Heißt: Du musst das Kuppelzelt nicht abspannen. Das spart Platz beim Aufbau. Außerdem wieder Gewicht für Heringe und Abspannleinen.
  4. Sand und Stein
    Aus dem gleichen Grund macht das Kuppelzelt auf losem Untergrund wie Sand, Kies oder Steine keine Probleme. Da das Zelt freistehend ist, ist die Stabilität bereits durch die Konstruktion gewährt. Das Tunnelzelt wiederum musst du generell abspannen. Das Problem: Je nach Untergrund brauchst du hierzu die richtigen Heringe.
  5. Windstabilität
    Windstabil ist das Zelt dennoch, wegen seiner großen Angriffsfläche zugegeben etwas weniger gut als das Tunnelzelt. Die Stabilität kannst du bei Bedarf jedoch durchaus mit ein paar Heringen erhöhen. Musst du aber eher selten.
  6. Aufbau
    Wegen der einfachen Konstruktion ist zudem der Aufbau flott erledigt. Zuerst baust du wie gesagt die Zeltstangen samt Innenzelt auf, danach wirfst du das Außenzelt über.
  7. Sommer
    Das Innenzelt kannst du im Sommer sogar allein nutzen. Das spart erstens Zeit beim Aufbau, zweitens mindert das die Sommerhitze. Dennoch bist du vor Mücken geschützt. Entsprechend ist dieser Zelttyp eine gute Wahl für heiße Gegenden.
  8. Belüftung
    Apropos: Bei der Belüftung gilt das Igluzelt ebenfalls als top. Daher ist das Zelt ja auch so beliebt im Sommer.

Kuppelzelt: Die Nachteile von Igluzelten

Trotzdem: Selbst das Igluzelt ist nicht frei von Minuspunkten. Diese wären…

  1. Platzangebot
    Wegen seine Bauweise bzw. seiner schrägen Wände ist das Platzangebot nicht so gut wie beim Tunnelzelt, sondern deutlich schlechter.
  2. Zelthöhe
    Auf längeren Touren solltest du zudem auf die Zelthöhe achten. Im Kuppelzelt kriechend etwas zu suchen, ist auf Dauer weniger schön. Sondern einfach nur mühsam.
  3. Windstabilität
    So windstabil das Kuppelzelt ist, mit dem Tunnelzelt kann das „Iglu“ nicht mithalten. Was schlicht mit den großen Seitenwänden erklärt ist. Für den Allround-Einsatz ist das Igluzelt aber bestens geeignet.
  4. Aufbau
    Zuletzt ist der Aufbau mitunter doch nicht so leicht. Zum Beispiel bei Regen. Da du erst das Innenzelt aufbauen musst und das Außenzelt erst anschließend überwirfst, ist das Innenzelt bei starkem Regen im schlimmsten Fall schon nass. Hier hilft nur eines: schnell sein.
Tipp: Probiere den Zeltaufbau besser vorher ein paar Mal daheim aus. Je mehr Routine, desto schneller steht das Igluzelt in der Praxis.

Einsatz: Wo ist das Igluzelt eine gute Option?

Apropos Praxis: Für den Einsatz bieten sich dir extrem viele Möglichkeiten an. Und zwar…

  • auf Festivals, da wenig Platzbedarf,
  • im Sommer, da gut belüftet,
  • in heißen Gegenden (siehe Punkt 2)
  • und schwülen Tropen (Punkt 2),
  • in windigen Gegenden, da windstabil,
  • auf losem Untergrund, da selbststehend,
  • auf langen Trekkingtouren, da leicht,
  • oder Biketouren, da geringe Packmaße.

Fazit: Das Igluzelt gilt zu Recht als eine Art moderater Allrounder für den „Normaleinsatz“. Für den Extremeinsatz wie in den winterlichen Bergen mit Schneestürmen ist jedoch ein Geodät – die quasi komplexere Variante – die bessere Option. Weil das Geodätzelt auf solche Extreme ausgelegt und daher deutlich windstabiler ist.

Clever ist es übrigens, wenn du beim Kuppelzelt ein paar Euro mehr investierst. Achte auf Modelle, bei denen Innen- und Außenzelt bereits verknüpft sind. Das spart dir beim Aufbau nicht nur Zeit, sondern schützt vor allem das Innenzelt im Regen vor Nässe. Andererseits kannst du in dem Fall das Innenzelt nicht mehr allein nutzen. Du musst also abwägen, was dir wichtiger ist.

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