Einbogenzelt: Konstruktion, Vor- & Nachteile, Tipps

Das Einbogenzelt ist – das Tarp mal außen vor – der wohl einfachste Typus eines Zelts. Der Aufbau ist ähnlich einer Strandmuschel, allerdings rundherum geschlossen. Tatsächlich ist das Einbogen eine spezielle Form des Tunnelzelts. Die Konstruktion besteht getreu ihrem Namen aus nur einem einzigen Bogen, der längs ebenso wie quer zur Schlafrichtung verlaufen kann. Ein Tunnelzelt besteht hingegen aus mindestens zwei Bögen, die parallel zueinander stehen.

Die einfache Bauweise des Einbogenzelts ist jedenfalls sein größter Vorteil. Denn der Aufbau geht selbst für Anfänger relativ fix weil einfach von der Hand, was du gerade bei Unwetter und Regen schnell zu schätzen lernst. Davon ab gilt der Zelttyp als sehr leicht, was du wieder beim Trekking mögen wirst. Schließlich musst du das Zelt auf deiner Tour über Kilometer und Tage auf deinem Rücken tragen. Kein Wunder also, dass das Zelt vor allem bei Backpackern beliebt ist.

Auf der anderen Seite hat das Einbogenzelt seine Schattenseiten. Zum einen die magere Raumnutzung, was auf die Konstruktion zurückgeht und daher gleichfalls für Kuppelzelt oder Geodät gilt. Zum zweiten ist die Apsis des Einbogenzelts eher klein, wobei diese dir durchaus Platz für dein Gepäck bietet. Drittens ist das Einbogen nicht freistehend, weswegen du es generell abspannen und sichern musst. Das heißt natürlich Extragepäck für Abspannleinen und Heringe.

Die Vorteile: Was für das Einbogenzelt spricht

Die Vorteile des Einbogens noch mal auf einen Blick…

  1. schneller Aufbau
    Der Aufbau ist flott erledigt und selbst (bzw. vor allem) für einen Anfänger recht einfach.
  2. geringes Gewicht
    Aufgrund seiner einfachen Bauweise ist das Einbogenzelt herrlich leicht, womit das Zelt speziell auf längeren Trekkingtouren über mehrere Tage mit viel Strecke eine gute Wahl ist.
  3. ausreichende Apsis
    Zugegeben ist die Apsis nicht sonderlich groß, bietet dir aber genug Platz für dein Gepäck, Kochgeschirr und Co.

Die Nachteile: Was gegen das Einbogenzelt spricht

Andererseits bringt das Einbogen ein paar Minuspunkte mit.

  1. Sicherung nötig
    Da das Zelt nicht freistehend ist, musst du es immer abspannen. Die zusätzliche Ausrüstung bedeutet mehr Gewicht. Wichtig ist zudem die Auswahl der Heringe je nach Untergrund.
  2. kleine Grundfläche
    Wegen seiner Konstruktion bietet das Einbogenzelt nur eine kleine Grundfläche von rund 60 Prozent. Entsprechend bescheiden fällt das Platzangebot aus.
  3. kleine Apsis
    Diese ist wie gesagt eher klein bis mittelgroß. Ausreichend für dein Gepäck, mehr aber eben nicht. Andere Zelttypen sind in dem Punkt durchaus großzügiger.

Fazit: Für wen ist das Einbogenzelt geeignet?

Das Einbogenzelt ist eher auf Zweck und Funktionalität denn Komfort getrimmt. Wegen dem schnellen Aufbau und vor allem seinem geringen Gewicht ist das Zelt aber gerade im Trekkingbereich äußerst beliebt. Beziehungsweise in allen Bereichen, wo Gewicht und Packmaße eine Rolle spielen. Gedacht ist das Einbogen übrigens für ein bis maximal zwei Personen.

Fazit: Das Einbogenzelt ist bestens für Einsteiger (sprich: zum üben) sowie auf längeren Touren geeignet, wo jedes Gramm zählt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.