Schlafsack Kaufberatung: Material, Füllung, Werte

Daune oder Kunstfaser? Decken- oder Mumienschlafsack? Und dann noch diese vielen Angaben zur Temperatur. Komfort? Extrem? Limit? Was heißt das alles? Unsere Schlafsack Kaufberatung klärt dich auf, von A bis Z!

Du suchst einen neuen Schlafsack, vielleicht sogar deinen ersten überhaupt? Dann bist du hier richtig. Unsere Schlafsack Kaufberatung erklärt dir die ganzen Temperaturangaben der Hersteller, welche Materialien es gibt, worauf du achten solltest und und und. Bereit? Dann los…

  1. Temperatur
  2. Material
  3. Füllung
  4. Konstruktion
  5. Form
  6. Hersteller
  7. Größe
  8. Extras
  9. Pflege

1. Schlafsack, was bedeutet Komfortzone?

Zuerst die Temperaturen. Die Hersteller werfen hier mit Angaben um sich, die du als Einsteiger gar nicht verstehst. Kurz und knapp: Bei uns gibt es drei Stufen, die (kein Witz) seit 2005 der europäischen Schlafsacknorm EN 13537 unterliegen.

  • Komforttemperatur
    Der Komfortbereich (T comf) gilt für eine „Norm-Frau“. Heißt: einer Frau von 25 Jahren mit „Normgewicht“ (60 kg) sowie „Normgröße“ (160 cm). Eine solche kann in dem Schlafsack entspannt schlafen, ohne zu frieren.
  • Grenztemperatur
    Diese Angabe (auch Limittemperatur) gibt es sogar doppelt: als unteren Grenzbereich (T lim) sowie oberen Grenzbereich (T max). T lim gilt für einen „Norm-Mann“ (25 Jahre, 70 kg, 173 cm), bei welcher dieser gerade so nicht friert. Allerdings in eingerollter, auf Dauer nicht wirklich bequemer Position. T max steht wiederum für den Bereich, bei welcher Otto Normal anfängt zu schwitzen. Da dieser Wert eher praxisfern ist, nennen ihn die Hersteller aber nur selten.
  • Extremtemperatur
    Der Extrembereich (T ext) nennt schließlich den Wert, bei welchen eine „Norm-Frau“ die Nacht gerade so überlebt. Ein entspanntes Schlafen ist damit nicht mehr gemeint, stattdessen ist mit gesundheitlichen Folgen zu rechnen.

Suchst du einen Sommerschlafsack, sollte dieser einen Komfortbereich von fünf bis 15 Grad haben. Ein solcher Schlafsack taugt wirklich nur für laue Temperaturen in Mitteleuropa sowie für Hüttentouren. Nicht aber für Winter oder die Arktis.

Ein 3-Jahreszeiten-Schlafsack hat dagegen eine Komfortzone von null bis -10 Grad Celsius. Damit decken solche Schlafsäcke den Einsatz im sommerlichen Norwegen oder Island sowie in den Bergen ab.

Ein Winterschlafsack ist schließlich für extreme Temperaturen in Regionen ausgelegt, in denen die Nächte richtig böse kalt sind. Entsprechende Modelle taugen auch, wenn du extrem schnell frierst.

1.2. Schlafsack Kaufberatung: Warum Normen nicht alles sind…

Das Aber folgt prompt. Zum einen empfindet Kälte jeder anders. Davon ab ist nun mal nicht jeder von uns eine „Normfrau“ oder ein „Normmann“. Mehr oder weniger Speck auf den Rippen senken oder erhöhen die „Fröstelgrenze“ ganz individuell. Gleiches gilt für Muskeln. Mehr Muckis heißt weniger Kälteempfinden, weniger Muskelmasse mehr Kälteempfinden. Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle.

Fazit: Ob Komfort, Grenz (Limit) oder Extrem, diese Werte sind nur eine Norm. Quasi ein erster sowie eher grober Richtwert. Zumal die Werte bei Windstille – die im Zelt durchaus gegeben ist – und in Kombi mit einer Isomatte gelten. Die Realität sieht also wie so oft anders aus. Heißt für dich: Du musst selbst herausfinden, welche Werte für dich die richtigen sind.

Davon ab gibt es noch weitere Faktoren, die Einfluss auf dein Kälteempfinden nehmen. Positiv wirken zum Beispiel trockene (Wechsel)Kleidung, ein gutes Zelt, genug Nahrung und eine gute Kondition. Negativ hingegen extreme Erschöpfung, Nässe (auch der eigene Schweiß), Wind, Hunger oder ein etwas höheres Alter. Allein ein leichter Windzug kann die Isolierung deines Schlafsacks um 30 % senken. Also quasi um ein Drittel.

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Wichtig ist außerdem, dass dir der Schlafsack gut passt. Zu groß ist nicht gut, weil du dann überflüssige Luft wärmen musst. Zu klein ist schlecht, weil der Schlafsack richtig schließen muss. Außerdem wirkt eine straff gezehrte Füllung nicht mehr optimal.

2. Schlafsack Kaufberatung: Welches Material?

Beim Außenmaterial setzen die Hersteller meist auf Nylon oder Polyester. Die erste Option ist leichter, die zweite gewährt ein bissel mehr Komfort. Seit einiger Zeit ist zudem Mikrofaser in Gebrauch. Das Material ist zwar etwas schwerer als Nylon, dafür besser gegen Wind und Nässe. Entsprechend gelten Schlafsäcke aus Mikrofaser als wärmer (ca. 3°).

Das Innenmaterial besteht in der Regel aus Baumwolle. Diese ist für deine Haut angenehmer als Nylon oder Polyester, hat aber einen großen Nachteil. Nässe. Pro Nacht schwitzt du bis zu einem halben Liter Flüssigkeit aus, was Baumwolle durchaus unangenehm macht. Weil Baumwolle diese Nässe nicht nach außen abgibt. Stattdessen wirkt die Feuchtigkeit negativ auf deinen Wärmehaushalt. Schwerer als Nylon und Polyester ist Baumwolle obendrein. Daher ist die Naturfaser eher eine Option für den Sommer. Für Trekking und Winter sind hingegen Kunstfasern besser. Diese leiten Feuchtigkeit gut nach außen ab.

Tipp: Ein Inlett oder lange Kleidung verbessern die Isolierung deines Schlafsacks. Wobei es hier ebenfalls wieder auf das Material ankommt. Ein Inlett aus Baumwolle steigert die Temperatur um gut zwei Grad, eines aus Seide sogar um fünf Grad. Nackt schlafen ist dagegen Blödsinn.

3.1. Füllung: Daunen sind kuschlig, aber…

Kaum weniger interessant ist die Füllung. Daunen sind ein Naturprodukt und bieten die bessere Wärmeleistung. Davon ab gilt ein Daunenschlafsack als langlebig. Dafür verklumpen Daunen bei Nässe, was zu Lasten der Isolierung geht. Bist du mehrere Tage unterwegs und kannst deinen Schlafsack nicht trocken, sind klamme Nächte kein Wunder.

Vorteile
Vorteile von Daunen
– Naturprodukt
– beste Wärmeleistung
– mehr Komfort

Nachteile
Nachteile von Daunen
– verklumpen bei Nässe
– trocknen schlecht
– Unterschiede bei Qualität

Davon ab gibt es extreme Unterschiede in Qualität bzw. in Füllmenge und Mischung. Die Füllmenge verrät dir der Cuin (cubic inches = Kubikzoll). Ein Wert von 500 ist gut, 600 oder 700 sehr gut. Bei der Mischung stolperst du wiederum über Angaben wie 80/20. Der erste Wert verrät den Anteil von Daunen, der zweite den von Federn. Die Angabe 80/20 steht also für eine Füllung aus 80 % Daunen und 20 Prozent Federn. Hier gilt: Je mehr Federn, desto schlechter das Verhältnis von Gewicht und Isolation. Auf der anderen Seite machen Federn den Schlafsack weniger empfindlich für Nässe und Druck.

Welche Mischung ist nun aber gut bzw. weniger gut? Eine Mischung von

  • 90/10
    verspricht einen leichten und kuschlig warmen Schlafsack. Eine gute Unterlage sowie eine gute Trocknung sind hierzu allerdings Pflicht.
  • 80/20
    gilt als optimaler Kompromiss von Komfort, Gewicht und Empfindlichkeit. Solche Schlafsäcke sind zwar nicht mehr ganz so kuschlig, aber immer noch leicht und weniger pflegebedürftig.
  • 70/30
    ist in punkto Wärmeleistung nicht mehr so gut – und kaum besser als Kunstfasern -, dafür ist der Schlafsack aber strapazierfähig und braucht weniger Pflege.

Daunen von Gänsen sind übrigens besser als von Enten, von Altvögeln besser als von Jungvögeln. Die Herkunft ist dagegen egal. Nur Lebendrupf ist ein absolutes No-Go!

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3.2. Füllung: Kunstfasern trocknen schnell

Die Alternative zu Daunen sind Kunstfasern. Vorteile zeigen diese einige. Zum einen sind sie weniger gegen Nässe empfindlich. Außerdem trocknen Kunstfasern schneller. Davon ab sind solche Schlafsäcke billiger und weniger druckempfindlich. Selbstredend zeigen aber auch Kunstfaserschlafsäcke Nachteile. Zum Beispiel ein höheres Gewicht. Oder eine kürzere Lebensdauer.

Vorteile
Vorteile von Kunstfasern
– weniger gegen Nässe empfindlich
– trocknen schnell
– günstige Preise
– weniger durckempfindlich

Nachteile
Nachteile von Kunstfasern
– leicht höheres Gewicht
– kürzere Lebensdauer

Dennoch: Ein Schlafsack aus Kunstfaser ist generell eine Option, wenn es weniger auf das Gewicht ankommt und es obendrein feucht ist. Zum Beispiel im Winter oder Regenwald.

Die Kunstfasern selbst sind meist aus Polyester-Hohlfasern gefertigt. Das ist durchaus interessant, denn diese verarbeiten die Herstellern zu Vliesen. Hier gibt es wieder ein paar feine Unterschiede. Stapelfaservliese (Holowfiber, Ajungilakfasern) sind besser komprimierbar und brauchen damit weniger Platz im Rucksack. Endlosfaservliese (Polarguard HV, Polarguard 3D) sind dagegen robuster. DuPont wieder setzt auf Deltafasern, die quasi ein Kompromiss aus Isolierung (Loft) und Komprimierbarkeit sind.

4. Konstruktion: Durchstich, H- & S-Kammer

Die Konstruktion bietet dir ebenfalls mehrere Optionen: Durchstich, H- oder Schrägkammer. Sinn aller Varianten ist die gleichmäßige Verteilung der Füllung über einzelne Kammern.

  • Der Durchstich
    ist die einfachste (und billigste) Idee und steht ganz einfach für durchsteppte Nähte. Außen- und Innenwand sind direkt zusammengenäht, was neben den gewünschten Kammern allerdings auch Kältebrücken ergibt. Tauglich ist diese Option daher nur für Sommerschlafsäcke. Bei 3-Jahreszeiten- oder Winterschlafsäcken wäre der Durchstich dagegen ohne Sinn.
  • Die H-Kammer
    oder Box-Wall setzt deswegen auf vertikale Wände (Stege), um die nötigen Kammern zu schaffen. So wird jede Kältebrücke bei einer einheitlichen Höhe der Isolierung vermieden. Dank der vertikalen Stege gilt die H-Kammer zudem als die beste Option in punkto Gewicht.
  • Die S-Kammer
    bzw. Schrägkammer setzt auf das gleiche Prinzip. Der Unterschied: Die Wände (Stege) sind schräg statt vertikal eingearbeitet. Das heißt zwar etwas mehr Gewicht (weil etwas mehr Material), aber auch eine noch bessere Isolierung. Weil die Füllung besser fixiert ist.
  • Die H+S-Kammer
    ist eine Kombination aus H- und S-Kammern – in zwei Lagen. Bei einer Lage kommt die H-Kammer zum Einsatz, bei der zweiten die S-Kammer. Das verbessert noch einmal die Isolierung und nimmt Kältebrücken wirklich jede Chance. Nachteil: das noch mal höhere Gewicht.

5. Die Form: Decke, Ei und Mumie

Weiter geht es mit der Form der Schlafsacks. Auch hier stehen drei zur Wahl: der Deckenschlafsack, der eiförmige Schlafsack sowie der Mumienschlafsack.

Der Deckenschlafsack
ist rechteckig ohne Kapuze geschnitten. Viele Modelle haben zudem einen Reißverschluss, der rundum verläuft. So kannst du den Schlafsack als normale Decke nutzen. Entsprechend sind diese Schlafsäcke sehr bequem, weil großzügig. Für den Winter eignen sie sich dafür weniger. Stattdessen ist der Deckenschlafsack für den Sommer, Hüttentouren und Festivals gedacht.

Vorteile
Vorteile Deckenschlafsack
– extrem viel Platz
– auch als Decke nutzbar
– sehr günstige Preise

Nachteile
Nachteile Deckenschlafsack
– keine Kapuze
– schlechtes Packmaß
– nicht wintertauglich

Der eiförmige Schlafsack
ist quasi der Übergang zum Mumienschlafsack. Die „Eierform“ hat den Vorteil, dass du mit Knien und Oberkörper mehr Platz hast. Daher gilt diese Form als recht komfortabel, da du zum Beispiel mit angewinkelten Knien schlafen kannst. Außerdem bringt der eierförmige Schlafsack eine Kapuze mit, isoliert also auch deinen Kopf. Dennoch: Wegen dem üppigen Schnitt braucht dein Körper einige Zeit, den Schlafsack zu wärmen. Entsprechend ist diese Schlafsackform eher was für die schönen Monate.

Vorteile
Vorteile eiförmige Schlafsack
– viel Platz & Komfort
– kleines Packmaß
– Kapuze

Nachteile
Nachteile eiförmige Schlafsack
– nicht für extreme Kälte tauglich

Der Mumienschlafsack
ist schließlich genau auf deinen Körper zugeschnitten. Heißt: Du hast zwar eher wenig Platz – damit weniger Komfort -, dafür muss dein Körper keinen überflüssigen leeren Raum (Luft) wärmen. Eine Kapuze sorgt zudem für die Isolierung deines Kopfes. Fazit: Der Mumienschlafsack ist die beste Option für den Winter, frische Nächte – und für Trekker. Zumal der Allrounder das kleinste Packmaß verspricht.


Vorteile
Vorteile Mumienschlafsack
– für Winter tauglich
– Kapuze
– bestes Packmaß
– beste Isolation

Nachteile
Nachteile Mumienschlafsack
– meist recht hohe Preise
– relativ eng
– eher unbequem

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6. Schlafsack Kaufberatung: Bekannte Hersteller & Marken

Das Angebot an Schlafsäcken – egal welcher Form und Preisklasse – ist übrigens riesig. Das macht die Auswahl des richtigen Modells aber auch recht schwer. Willst du auf eine bekannte Marke und damit eine gewisse Qualität setzen, schau’ dir mal diese Hersteller an…

  • Fjällräven
    Die Schweden stehen für funktionelle Outdoor-Kleidung, Zelte, Rucksäcke – und Schlafsäcke. Außerdem für Nachhaltigkeit.
  • Mammut
    Auch Mammut ist für Outdoor-Kleidung sowie obendrein Kletter- und Bergausrüstung bekannt. Kein Wunder: Mammuts Heimat ist die Schweiz. Schlafsäcke vertreibt Mammut aber erst seit 2001. In dem Jahr übernahm man die norwegische Marke Ajungilak.
  • Mountain Equipment
    Die Briten bieten ebenfalls gute Schlafsäcke an. Wobei der Clou von Mountain Equipment ein cleveres Stretch-System ist – falls du eher schmal gebaut bist.
  • Mountain Hardwear
    Mountain Hardwear muss ebenfalls erwähnt sein. Dei Amis glänzen vor allem mit ihrem Modell Lamina. Der Kunstfaser-Schlafsack verspricht je nach Version eine Komfortzone von fünf bis -26 Grad.
  • The North Face
    The North Face (zu Deutsch „Die Nordwand“) stammt ebenfalls aus den USA und setzt neben Kleidung, Rucksäcke und Zelte auch auf Schlafsäcke.
  • Salewa
    Die Südtiroler verdienten sich ihre Sporen im Bergsport. Logo, dass Salewa daher gut in Bereichen wie Zelte und Schlafsäcke aufgestellt ist.
  • Vaude
    Auch Vaude stammt aus dem Bergsport, was bei dem Standort im Alpen-nahen Tettnang aber kaum überrascht. Neben Kleidung, Zelte und Rucksäcke kann Vaude jedenfalls auch Schlafsäcke.
  • Yeti
    Inoffiziell in der DDR gegründet begann die Geschichte tatsächlich mit einem – Schlafsack. Nach dem Fall der Mauer mutierte Yeti schnell zum Topseller und produziert heute in Görlitz, Sachsen.
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7. Größe: Welcher Schlafsack ist der richtige?

Anhand der Infos zu Material, Füllung, Konstruktion und Form kannst du nun den für dich richtigen Schlafsack wählen.

Bleibt allerdings die Frage nach der richtigen Größe offen, welche vor allem beim Mumienschlafsack entscheidend bist. Dieser muss gut passen, um optimal zu isolieren. Ist der Schlafsack zu groß bzw. zu lang, muss dein Körper zu viel Luft erwärmen. Folge: Du frierst. Zu klein oder zu eng darf der Schlafsack ebenfalls nicht sein. In diesem Fall würde sich die Füllung zu straff ziehen und damit ihre Isolierung einbüßen. Folge: Du frierst.

Wie also wählst du die richtige Größe? Ganz einfach: Schlag bei einem Schlafsack mit Kapuze einfach 25 bis 30 cm auf deine Körpergröße drauf. Beispiel: Du bist 175 cm groß, entsprechend sollte dein Schlafsack (samt Kapuze) 200 bis 205 cm lang sein. Bei einem Modell ohne Kapuze (Deckenschlafsack) ist die passende Schlafsacklänge dagegen schlicht deine Körpergröße.

Die Crux ist eher die Breite an Schultern und Füße. Manche Hersteller geben diese Maße an, aber leider nicht alle. Da auch diese Abmessungen wichtig sind, kannst du hier nur eines: probieren. Und notfalls umtauschen.

7.2. Schlafsack Kaufberatung: Obacht bei Kindern

Für einen Jugendlichen kannst du ebenfalls einen Schlafsack für Erwachsene wählen. Zum einen wächst der Nachwuchs in diesen sprichwörtlich rein. Zum anderen kannst du (bzw. der Teeny) den Schlafsack zur Not mit einem Pullover oder ähnlichem auspolstern oder mit einem Gurt abbinden. Beim Abbinden gilt allerdings Vorsicht: Nimm einen breiten Gurt oder ein breites Band. Quetscht du die Isolierung zu stark, könnte diese auf Dauer nachlassen.

Mehr Obacht gilt bei Kindern. Hier bist du in einer Zwickmühle. Du willst den Schlafsack möglichst lang nutzen und so Geld sparen. Auf der anderen Seiten ist das schwer, weil Kinder schnell wachsen. Die Lösung liefert die Industrie: einen (meist per Reißverschluss) „mitwachsenden“ Kinderschlafsack. Hinweise auf zwei Längen liefern dir die Hersteller.

Wichtig: Ist der Schlafsack zu lang, kann das Kind nachts rausrutschen. An ruhigen Schlaf ist dann nicht zu denken.

Die nächste Crux lauert bei den Temperaturangaben. Die EN Norm für Kinderschlafsäcke sieht nämlich keine vor. Weil konkrete Angaben gar nicht möglich sind. Das Kälteempfinden und damit wieder das Isolationsbedürfnis von Kindern hängt von zig Faktoren ab. Alter, Größe, Gewicht, Geschlecht, Erschöpfung. Zugegeben entsprechen diese den von Erwachsenen, variieren bei Kindern aber deutlich mehr und stärker. Davon ab kühlen Kinder schneller aus und haben daher ein größeres Isolationsbedürfnis.

Ein Mal mehr gilt also: probieren. Schließlich soll es der Nachwuchs kuschlig haben und auf gar keinen Fall frieren. Es ist zudem ratsam, für die Mini-Trekker ein paar warme Extra-Schlafsachen einzupacken. Nur zur Vorsicht.

Bei der Länge schlägst du wieder 20 bis 25 cm drauf, zumindest bei einem Schlafsack mit Kapuze.

8. Schlafsack Kaufberatung: Was ist wichtig?

Ansonsten solltest du beim Kauf noch auf ein paar andere Dinge achten. Das gilt besonders für einen 3-Jahreszeiten- oder Winterschlafsack, wo die Isolierung dich mitunter vor bösen Folgen bewahren kann – und sogar muss. Achte daher auf…

  • Kapuze
    Allein über deinen Kopf verlierst du gut 30 Prozent deiner Körperwärme. Eine Kapuze ist in frischen Nächten also ein Muss. Auch eine Mütze oder Buff ist beim Schlafen eine gute Idee. Natürlich nur bei Kälte.
  • Wärmekragen
    Ebenfalls ein Muss ist ein Wärmekragen. Das ist eine Art Steg oder eben Kragen auf Halshöhe, der nach innen ragt. Dieser Kragen verhindert, dass Wärme aus dem Schlafsack entweicht und steigert so die Wärmeleistung des Schlafsacks um gute 20 Prozent.
  • Abdeckleiste
    Auch eine Abdeckleiste ist wichtig und zwar für den Reißverschluss. Denn dieser stellt eine böse Kältebrücke, die quasi die ganze Isolation zunichte macht. Mit einer simplen Abdeckleiste ist diese Kältebrücke aber fix geschlossen.
  • 2-Wege-Reißverschluss
    Eine weitere gute Idee ist ein 2-Wege-Reißverschluss. Also ein Reißverschluss mit zwei Zippern statt nur einem. So kannst du den Verschluss quasi von beiden Seiten bzw. Enden öffnen oder schließen. Der eigentliche Vorteil ist aber eher eine gleichmäßige Belüftung.

Für einen Sommer- oder Deckenschlafsack brauchst du diese Extras nicht. Weil dir im Sommer bzw. bei lauen Temperaturen teilweise schon eine simple Decke reicht.

9. Schlafsack Kaufberatung: Tipps zu Lagerung und Pflege

Zuletzt noch ein paar Tipps zur Pflege und Lagerung.

Wie Schlafsack waschen?
Am besten so wenig wie möglich. Zu viel Waschen geht zu Lasten der Füllung (Loft) bzw. deren Bauschfähigkeit und damit der Isolierung. Typische „Schmutzfänger“ wie den Wärmekragen kannst du mit einem speziellen Daunen- oder Kunstfaserwaschmittel per Hand reinigen. Den Innenraum kannst du dagegen recht einfach mit einem Inlett sauber halten.

Tipp: Eine Wäsche gilt nach 60 (bei Nutzung eines Inletts) bzw. 120 Nächten (ohne Inlett) als angebracht.

Wie Schlafsack aufbewahren?
Wichtigste Regel hierzu: Der Schlafsack braucht Platz. Lass’ ihn also nicht in dem Packsack, den du auf Tour nutzt. Stattdessen sollte der Aufbewahrungsbeutel (aus Baumwolle oder Kunstfaser) mindestens vier Mal so groß wie dieser sein. Vor allem der Daunenschlafsack mag es luftig – sowie vor allem trocken. Noch besser ist daher eine frei hängende Lagerung. Falls du in deinem Kleiderschrank noch eine freie Ecke hast, perfekt.

Warum Schlafsack stopfen?
Ebenfalls wichtig: Rolle deinen Schlafsack nicht zusammen, wenn du ihn in den Beutel packst. Stopfe ihn. Rollen oder falten ergibt quasi das immer gleiche Muster. Das geht zu Lasten der Füllung, die dann irgendwann regelrecht platt ist. Folge: Die Isolierung leidet. Also stopfe, das ist tatsächlich schonender. Das gilt übrigens auf Tour im Packsack ebenso wie daheim bei der Lagerung in einem Beutel.

Wichtig beim Stopfen: Der Schlafsack muss offen sein. Damit die Luft entweichen kann.

Wo entsorgt man Schlafsack?
Trotz der besten Pflege kommt allerdings auch dein Schlafsack irgendwann mal an sein Ende. Die meisten deutschen Kommunen schreiben zur Entsorgung ganz simpel die Restmülltonne vor. Du musst nichts trennen, auch die Materialien sind vollkommen egal. Also: Ab in die Tonne!

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